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02.09.2026

Lanserhof Sylt: Vier Tage für die Gesundheit

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Kann man in vier Tagen wirklich etwas verändern? Unsere Gründerin Kerstin Bognár hat es ausprobiert und für einen Short Stay im Lanserhof Sylt eingecheckt. Zwischen medizinischen Checks, reduzierter Ernährung, Infrarotlicht, Kältekammer, Pilates und Spaziergängen durch die Dünen stellt sie fest: Eine Auszeit für die eigene Gesundheit muss nicht immer zwei Wochen dauern. Manchmal reichen vier Tage, um innezuhalten, eine Bestandsaufnahme zu machen – und danach ein paar Dinge anders zu sehen.

Geschrieben von:

Kerstin Bognar

Kerstin Bognár

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NICHE × LANSERHOF – DIE VORGESCHICHTE

Meine letzte – und einzige – Kur in meinem Leben war eine Ayurveda-Kur in Sri Lanka. Und die liegt mehr als 20 Jahre zurück. Damals war das total angesagt: Stirnguss, fasten, zum Aufbau viel Porridge und Dhal Curries, Besuch eines buddhistischen Tempels und am Ende wusste man, ob man Vata-, Kapha- oder Pitta-Typ ist. 

In den letzten zwei Jahrzehnten sehnte ich mich manchmal nach irgendeiner Form von Kur, aber es war, wie so oft, einfach kein Platz dafür. Keine Zeit. Eher das Gegenteil.

Ich bin zwar ständig auf Reisen, besuche tolle Orte, schöne Hotels, oft mit traumhaften Wellnesseinrichtungen, aber selbst im Familienurlaub gelingt es mir selten, wirklich Ferien zu machen. Das weiß jeder, der selbstständig ist. Gerade in diesen turbulenten Zeiten. Ich will auch nicht klagen, ich will nur sagen: Für jede Art von Kur war in meinem Leben, seit ich Kinder und Karriere vereine, bislang keine Zeit.

Den Longevity-Trend habe ich natürlich mitbekommen. Und es gab immer wieder Konzepte, die ich gerne einmal ausprobiert hätte. Aber auch dafür fehlte die Zeit. Andere Hotelpartner und Reisen mussten getestet werden, es galt, Prioritäten zu setzen. Als Mutter, Partnerin, Unternehmerin kennt das wahrscheinlich jede von uns.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Idee des Lanserhofs aufkam, mit The Niche Traveller zusammenzuarbeiten.

Aufhänger: Der Lanserhof bietet inzwischen auch kürzere Kuren an. Nicht nur sieben, zehn oder 14 Tage Mindestaufenthalt, sondern Programme ab drei, vier oder fünf Tagen – unterschiedliche Short Stays mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Perfekt also für Menschen mit einem ähnlichen Alltag: Viel beschäftigte Eltern, berufstätig, High-Performer, die sich nicht vorstellen können, eine Woche oder länger zu kuren, denen aber eine Art Kur-Schnupperkurs total entgegenkommt. 

Bingo, dachte ich.

Denn das passt nicht nur zu mir persönlich, sondern auch zu vielen unserer Kundinnen und Kunden. Vielen geht es genauso wie mir: Sie sehnen sich nach Zeit für sich, nach Zeit für die eigene Gesundheit, aber der Wirbelwind des Alltags lässt es nicht zu. Die Kinder sind zu klein, der Partner oder die Partnerin ist zu viel unterwegs, der nächste Familienurlaub steht vor der Tür, die Eltern müssen gepflegt werden, das Business wurde gerade erst gegründet – irgendwas ist immer.

Es gibt tausend Gründe. Und mindestens genauso viele Ausreden.

Dank der neuen Short Stays habe ich es jetzt einfach ausprobiert. Denn genau das ist die Realität eines vollen Lebens.

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WHAT HAPPENS AT LANSERHOF?

Sylt, die Lieblingsinsel der Deutschen und der Ort, an dem ich die Urlaube meiner Kindheit verbringen und sogar heiraten durfte, ist die nördlichste Location der drei Lanserhof Standorte. Nach Lans und Tegernsee folgte vor ein paar Jahren die Eröffnung in List auf Sylt. 

Die Architektur ist einzigartig: Inspiriert durch die typisch reetgedeckten Häuser der Insel sind auch die Lanserhof Gebäude reetgedeckt, allerdings sind es vom Volumen her Reethäuser in XXL. Trotz Größe und Großzügigkeit schmiegen sich die Gebäude in die Dünenlandschaft ein und die Gäste blicken wahlweise auf die Sylter Wattseite oder über die Heideflächen Richtung Westen. Das Interieur wird geprägt durch einen Eingangsbereich mit einer überdimensionalen weißen Wendeltreppe. Sonst ist alles warm, gediegen und zum Wohlfühlen eingerichtet. 

Am Morgen nach dem Check-in habe ich meine erste Konsultation bei der Ärztin. Ich werde gewogen, gemessen, mir wird Blut abgenommen – am Arm, am Ohr – und dann folgt die Einführung.

Mein Short Stay steht unter dem Thema Essential Health Check. Bei einem nur viertätigen Aufenthalt macht richtiges Fasten wenig Sinn. Mit meiner Ärztin einige ich mich deshalb auf eine Stufe, bei der ich essen darf – allerdings deutlich reduziert. Was es im Lanserhof sowieso nicht gibt: Kaffee, Alkohol, Industriezucker.

Am ersten Tag plagen mich Kopfschmerzen.

Kaffee ist mein Laster. Ich trinke über den Tag mehrere Tassen. Ich brauche ihn wahrscheinlich nicht, aber er ist ein Belohnungsritual – und vermeintlich auch ein Mittel, um besser mit dem Stress klarzukommen. 

Stattdessen gibt es zig verschiedene Tees. Und Wasser. Viel Wasser – auch wenn man unmittelbar vor, während und nach den Mahlzeiten möglichst wenig trinken soll. 

Die Anfangsuntersuchung beinhaltet eine Bioimpedanzanalyse, Blutdruck-, Laktat- und metabolischen Check, Blutentnahme sowie eine ausführliche Sprechstunde mit meiner behandelnden Ärztin. Danach folgen Informationen zum Aufenthalt und die Einstellung auf meine persönliche Kurstufe.

Wir entscheiden uns für die Kurstufe „Aktive Küche“, die mit rund 1200 Kalorien pro Tag trotzdem deutlich kalorienreduzierter ist als das, was ich normalerweise esse.

Am Vormittag nehme ich an einer ziemlich fordernden, aber tollen Pilates-Stunde teil. Danach folgt das Mittagessen, auf das ich mich in den kommenden Tagen immer freuen werde. Es ist mit Abstand die größte Mahlzeit des Tages und enthält meistens sogar eine kleine Nachspeise.

Danach komme ich in den Genuss einer Photobiomodulation. Man liegt auf einer Art Massageliege und wird von oben mit Infrarotlicht bestrahlt. Anschließend steht die VO₂max-Messung an.

Danach spreche ich mit dem Sportwissenschaftler Simon, wir machen unter anderem eine Handkraftmessung. Ganz nebenbei gibt mir Simon noch einige hilfreiche Tipps für den Alltag und erklärt mir auch die Boulderwand, die ich natürlich gleich ausprobieren muss und die mir total Spaß macht. Überhaupt ist das Gym im Lanserhof erstklassig ausgestattet, großzügig und lichtdurchflutet. Ein Ort also, an dem man sich gerne aufhält und trainiert.

Gegen Abend darf ich noch eine entspannende Heilmassage genießen, gehe danach zum Abendessen und bin schließlich so müde, dass ich gerade noch einen Gang ins Dampfbad schaffe – und dann direkt ins Bett gehe.

Über den Tag verteilt bietet der Lanserhof Sylt diverse Complimentary-Angebote an: Yoga, Pilates, Koordinationstraining, Meditation, Nordic Walking, Kochkurse, spannende Vorträge und sogar kleine Konzerte. Jeder Gast kann daran teilnehmen.

Jeder Tag beginnt außerdem um sieben Uhr mit einem wechselnden „Erwachensprogramm“. Die Gäste fahren wahlweise an die Westküste oder auf die Wattseite und starten dort gemeinsam an der frischen Luft mit einem kleinen Walk oder Übungen in den Tag.

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DAY TWO

Ich starte meinen zweiten Tag mit einem kleinen Erfrischungslauf durch List und die Dünen und gehe danach zum Frühstück. Normalerweise verlasse ich das Bett erst nach einem morgendlichen Kaffee, erfreulich ist, dass es natürlich auch ohne geht. Sogar Joggen geht ohne vorherigen Kaffee. Alles eine Frage der Gewöhnung und des Willens. 

Jeden Morgen bestelle ich den Haferbrei. Dazu gibt es im Lanserhof die Wahl eines Stücks Brot, das man möglichst lange kauen soll, um die Speichelbildung anzuregen. Das klingt banal, ist aber erstaunlich ungewohnt, wenn man normalerweise morgens schon halb im nächsten Termin steckt.

Später habe ich eine Detox Drainage. Danach verbringe ich etwas Zeit in meinem Strandkorb in der Sonne. Ruhe. Sonne. Abschalten. Herrlich. Meine Lektüre während des Aufenthalts: Super Agers von Eric Topol. Und immer wieder der Gedanke: Erstaunlich, wie viel wir selbst für gesundes Altern tun können.

Vor dem Mittagessen geht es für mich in die Hormonsprechstunde, die ich zusätzlich zu meinem Programm gebucht habe. Auch hier treffe ich auf eine exzellente Ärztin. Wir sprechen über Prävention und darüber, welche Möglichkeiten es gibt, wenn sich die Hormone verändern.

Am Nachmittag bin ich noch zu einem sehr schönen kleinen Empfang eingeladen: Die Fotokünstlerin Kiki Kausch stellt ihre Fotografien im Lanserhof aus, parallel gibt es einen Talk mit Chefarzt Jan Stritzke. 

Und dann geht es in die Kältekammer.

Eine Erfahrung, vor der ich, ehrlich gesagt, etwas Bammel habe. Ich habe das noch nie gemacht. Nach der Sauna dusche ich zwar kalt und kann auch ohne größere Probleme in relativ kaltes Wasser gehen. Themen wie Eisbaden finde ich interessant – waren bisher aber eher nichts für mich. Dafür bin ich einfach zu sehr Frostbeule. Im Vorgespräch erklärt mir der sehr freundliche Therapeut, was mich erwartet. Es gibt drei Kammern: Die erste hat minus zehn Grad, die zweite minus 60, die dritte minus 110.

Ziel ist, in den ersten beiden Kammern jeweils etwa zehn Sekunden zu bleiben und anschließend drei Minuten bei minus 110 Grad auszuhalten. Während der gesamten Session hat man Sichtkontakt mit dem Therapeuten. Auf Wunsch holt er einen sofort aus der Kammer oder man geht einfach zurück durch die weniger kalten Bereiche.

Ich werde mit Mütze, Handschuhen und Mundschutz ausgestattet, Schuhe bleiben an. Mein Blutdruck wird gemessen. Und ich darf mir einen Song aussuchen. Ich nehme Price Tag von Jessie J. Los geht's. Die ersten Kammern sind okay. Minus 110 ist krass. Die Sekunden vergehen im Schneckentempo. Hinter der Scheibe zeigt mir der Therapeut die Stoppuhr. Eine Minute ist geschafft. Es ist hart, die Kälte zwickt und langsam beginnen auch die Gliedmaßen etwas zu schmerzen. Nach einer Minute dreißig beschließe ich: Zwei Minuten mache ich voll. Die letzte Minute verbringe ich bei minus 60. Gesagt, getan. Ich bin froh, wieder draußen zu sein – aber auch richtig stolz, zwei Minuten bei minus 110 Grad geschafft zu haben. Der Mitarbeiter beruhigt mich: Es sei völlig normal, beim ersten Mal nicht gleich die drei Minuten zu schaffen.

Direkt danach bin ich total energiegeladen. Einige Stunden später allerdings auch ziemlich müde.

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DAY THREE

Am dritten Tag steht eine Stoffwechselmessung mit der Ernährungsberaterin auf dem Programm, außerdem eine Sonographie der Schilddrüse und des Abdomens.

Nach dem Mittagessen folgt noch eine der Signature-Behandlungen des Lanserhofs: die Essential Salztherapie. Zuerst wird der Körper mit Öl massiert, dann kommt Salz dazu, und am Ende duscht man alles wieder ab. Danach fühlt man sich tatsächlich ein bisschen wie neugeboren.

Das Wetter ist an diesem Tag so herrlich, dass ich mir eines der E-Bikes ausleihe und noch eine Tour durch List bis zum Naturschutzgebiet am Ellenbogen mache. Die Räder sind super und trotz des starken Windes machen die rund 15 Kilometer richtig Spaß.

Am letzten Abend esse ich noch einmal ganz in Ruhe, genieße das herrliche Spa und den Pool, Dampfbad, Sauna und die Terrasse. Und merke, wie schnell vier Tage plötzlich vorbei sein können. Am nächsten Morgen steht noch meine Abschlussuntersuchung an.

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MEINE LEARNINGS NACH VIER TAGEN

Um wirklich runterzukommen, richtig zu fasten oder vielleicht sogar ein Laster dauerhaft abzulegen, reichen vier Tage natürlich nicht aus. Aber vier Tage reichen sehr wohl für einen Status quo. Um einmal genau hinzuschauen. Und vor allem, um zu verstehen, was man anschließend mitnehmen und in den eigenen Alltag integrieren kann.

All die Messungen, Ergebnisse und Gespräche haben mir erstaunlich viele Insights und Aha-Momente gegeben. Allein die Tatsache, dass ich am ersten Tag solche Kopfschmerzen vom Kaffeeentzug hatte, war mir eine Lehre. Ich werde weiterhin Kaffee trinken – dafür mag ich ihn einfach zu gerne. Aber vielleicht müssen es nicht vier Tassen am Tag sein. Zwei tun es wahrscheinlich auch.

Auch meine Ernährungsgewohnheiten stelle ich seitdem infrage. Statt die größte Mahlzeit abends zu essen, möchte ich versuchen, die energiereichere Mahlzeit häufiger auf den Mittag zu legen und abends weniger, leichter und vor allem nicht mehr so spät zu essen. Und das nicht nur für mich, sondern möglichst auch für meine Familie und meine Kinder.

Der Aufenthalt hat mich außerdem darin bestärkt, meinen sportlichen Weg weiterzugehen – und gleichzeitig im Alltagsgeschäft noch bewusster Pausen einzulegen.

Was mich aber wahrscheinlich am meisten überzeugt hat, ist dieses All-in-one: In wenigen Tagen so viele medizinisch fundierte Checks, Messungen und Gespräche zu bekommen und am Ende ein ziemlich gutes Bild davon zu haben, wo man gerade steht. Ich weiß jetzt, welche Werte gut sind, welche Themen ich im Auge behalten sollte und worauf ich in Zukunft etwas mehr achten möchte. Wer möchte, kann natürlich noch zig andere Treatments und Check-ups buchen. Vom 3D-Ganzkörperscanner übers Cellgym bis hin zu spezifischen Infusionen gibt es kaum etwas, was es im Lanserhof nicht gibt. Themen wie Schlafen und Screen-Detox sind natürlich ebenfalls wichtige Themen hier. Und vielleicht ist genau das der Punkt, der mir am Lanserhof besonders gut gefällt: Es geht gar nicht permanent um Selbstoptimierung und das Versprechen eines möglichst langen, möglichst perfekten Lebens. Es geht vielmehr um Prävention. Darum, sich frühzeitig um die eigene Gesundheit zu kümmern und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, auch mit zunehmendem Alter möglichst gesund, aktiv und glücklich zu bleiben. Darin zu investieren, lohnt sich.

Wer wirklich fasten, tiefer einsteigen oder nachhaltiger an bestimmten Themen arbeiten möchte, sollte sich sicherlich mehr Zeit nehmen und eine der längeren Kuren wählen. Aber für alle, die – so wie ich – immer dachten, dass eine Kur gerade einfach nicht in ihr Leben passt, sind die neuen Short Stays eine ziemlich gute Möglichkeit, überhaupt einmal anzufangen.

Und genau deshalb passt die Zusammenarbeit mit dem Lanserhof auch so gut zu The Niche Traveller.

Denn am Ende geht es wie bei jeder Reise darum, das Richtige für den jeweiligen Menschen zu finden. Drei Tage können perfekt sein, fünf Tage sinnvoller – und manchmal braucht es eben zehn oder vierzehn. Essential Health Check, Detox, Longevity oder ein ganz anderer Schwerpunkt: Nicht jedes Programm passt zu jedem Menschen und zu jeder Lebenssituation.

Wir bei The Niche Traveller beraten euch gerne dabei, welcher Lanserhof, welches Programm und welche Aufenthaltsdauer für euch am besten passen. Die Lanserhof Stays können direkt über uns angefragt und gebucht werden – wie immer individuell und auf eure Bedürfnisse abgestimmt. Wer lieber direkt buchen möchte, auch kein Problem, das versierte Lanserhof Team steht für alle Fragen bereit. Wichtig ist nur: hinterlegt bei Buchung, dass ihr auf Empfehlung von TNT kommt, dann kommt ihr nämlich in den Genuss eines Resort Credits in Höhe von 150€, ein schöner Betrag für eine kleine Extra-Behandlung wie Facial oder Massage. 

Und ich? Ich würde beim nächsten Mal gerne länger bleiben.

Vier Tage waren ein Anfang. Und ein ziemlich guter.

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